Im Winter nach Marokko (umgedrehte Reihenfolge)

21. Dezember -  Es geht los. Die Marokkotour mit Leichi und Matratze hinten drin

meine Reisevorbereitungen werden von Reise zu Reise immer salopper. Dieses Mal habe ich damit am Abreisetag begonnen. Meine Automatratze bezogen und hinten rein geworfen, die Beutel mit der Campingausrüstung unbesehen ins Auto. Den grünen Versicherungsschein für Marokko rausgekramt (das war eigentlich der einzige wirkliche Aufwand.) Saubere Klamotten für die Reise gesucht und in die Reisetasche gestopft. Geldbeutel mit, Kreditkarte, Führerschein,  Fahrzeugschein und Reisepass.
Noch schnell die hintere Blinkerbirne ausgetauscht und schon kann es los zum Bodensee gehen :)

Am Bodensee, wenn man vom Bodensee wegfährt.


Vergessen habe ich bisher:

  • das USB 3.0 Kabel für die externe Festplatte,
  • die Kühlbox 
  • den Camping Stuhl
  • und mein Navi ;) aber dafür stürzt meine Navi-App auf dem Handi immer ab... 

 

26. Dezember - Durchgebrettert nach Barcelona  

Vom Bodensee aus, einfach mal quer durch die Schweiz, quer durch Frankreich bis nach Barcelona. Das sind knapp 1100km und hat nur 12 Stunden gedauert :)
Bodensee, Genfer See, schweizer Alpen, französische Alpen, Mittelmeer. Alles dabei. 

 

 27. Dezember - kurz vor Gibraltar

und ich bin  auch heute wieder wie ein Irrer die Küste runtergefahren. Über 1100km in 12 Stunden.

Falls es jemanden interssiert. Ein Tankvoll eines E250, Baujahr 1996 reicht auf der Autobahn exakt 773,1 Kilometer

Nach 773 km ist leer.

Irgendwo zwischenVilla Riva und Villa Bacho ist mir die Karre einfach ausgegangen. Ich hab fest mit 800km Reichweite gerechnet, aber mein Mercedes war da anderer Meinung.

Weg zu den Tankstellen
Ich musste nur zu zwei Tankstellen läufen, bis ich mein Diesel bekommen habe :)

So sieht eine Ordnungsgemäße Sicherheitsabsperrung aus!


Ich hab natürlich total vergessen mein Warndreieck aufzustellen. Immerhin Warnblinker angelassen.
Als ich nach einer Stunde zurückkam sah das ganz anders aus. Irgendjemand hat 6 Pylonen, ein Profi Warnschild, und eine großé Verkehrbarke hingestellt. Ich war wirklich beeindruckt, und hab auf ein Pylon "Gracias" drauf geschrieben.

Das ist jetzt der 5. Kannister, den ich besitze. :)
Aber Wetter war super.
Noch ein Abschiedsfoto und weiter gehts...
Jesus und Maria fuhren eine ganze Weile vor mir hier.

 

 

 28. Dezember - kurz nach Gibraltar - und weiter nach Fes

 In Ceuta, um genau zu sein. Zwar schon in Afrika, aber doch immernoch in Spanien.
Hier stehe ich auf einem riesen Parkplatz umringt von Leuten in ihren Autos, und ich hab keine Ahnung was hier abgeht. Nur eins ist sicher, das hier wird lange dauern.
Die Fahrt mit der Fähre war ganz schön ruppig, etliche Passagiere sind bleich und sehr uncool Richtung Toiletten getorkelt.
Ich hab mir noch gedacht ob ich die Handbremse hätte anziehen sollen. Hätte ich, hat mir dann auch der Lademeister kumdgetan, nach dem ich die zwei Bremskeile von meinen Rädern wegzog, die er mir hingemacht hat...;)

Und jetzt bin ich tatsächlich in Fes angekommen! Ich freu mich total.
Der Zoll, Grenzpolizei, Militärkontrollen lief nach den zwei Stunden warten auf diesem seltsamen Parkplatz doch ganz geschmeidig. Ich musste kein einzigen Zettel ausfüllen, alles lief elektronisch.

Europa, Asien und jetzt Afrika mit Leichi, und das alles innerhalb eines halben Jahres. :)

Weil der Zoll länger gedauert hat als so geplant, musste ich ein paar Stunden im Dunkeln Auto fahren. Das ist echt der Knaller... Nichts für schwache Nerven. Und Abblenden tun die Marokkaner eigentlich nicht. Dafür steht plötzlich irgendein unbeleuchtetes Gefährt halb auf der Strasse.

Eines der Tore zur Medina von Fes



Aber nu, Fes! Ein bisschen bin ich schon die Medina abgelaufen. sehr sehr cool. Vielleicht bleibe ich noch ein Tag hier.

 29. Dezember - Fes und Midelt

 hat leider nicht geklappt, noch ein Tag in Fes zu bleiben. Ist aber auch kein Problem. Es gab eine tolle Dachterasse von dem Riad, in dem ich wohne.

Von der Dachterrasse des Riads, auf die Medina von Fes


Mit einem sagehaften Blick über die Medina. Ich bin inzwischen schon drei mal durch diese alte, extrem coole Medina getigert. Da gibt es eine Tourigasse, die schon ganz gut ist, nur oftmals verstopft voll Touristengruppen. Dann gibt es noch den Souk, den Markt im der Medina, wo ich nur Einheimische gesehen habe. Dort habe ich zwei riesen Tüten Mandarinen gekauft. (weil ich die eine gleich aufgegessen habe :) In einer Töpferei eine große Schüssel für die WG und für Xiluva beim Tuchhändler ein Tuch.
Heute morgen bin ich gleich wieder in die Medina rein, vorbei an einem großen Klamotten Second Hand Marktplatz. Durch die Stadttore, durch die immer ein großes Gedränge ist, rein in den abgelegenen Teil der Medina. Ich lauf und lauf und lauf und irgendwie werden die schmalen, verwinkelten Gassen immer schmaler und immer verwinkelter und irgendwann geht es gar nicht mehr weiter. Ich drehe also um und lauf in die nächste Sackgasse und dann wieder in die nächste.
Da sieht mich eine ältere Marokkanerin und deutet das es hier nicht weitergeht. Sie deutet nach links und ich frage so auf französisch "nach links?" Da packt die mich einfach so an meinem Armgelenk und zieht mich ca 50m mit sich durch die verwinkelten Gässchen.
Ich fand das so lustig, das ich einfach mal "Mama Mama!" gesagt habe. Das fand sie wieder sehr lustig und sagte "Mamo! Si Ici!" Ich übersetzt das einfach mal mit "Mama, wenn sie gebraucht wird!"
Da haben wir uns beide herzlich beömmelt. Das war große Klasse. Fes, mon amour.

Inzwischen bin ich auf dem Weg in die Sahara in Midelt angekommen. Der Weg ging über den großen Atlas. Dort oben liegt noch Schnee und das Licht war herrlich. Ich habe ein paar Stunden dort oben verbracht. In den abgelegenen Gegenden des Atlas gibt es öfters Anhalter. Ich hab ein ganz alten Mann und dann noch ein jüngeren Bauern mitgenommen. Auch das war sehr interssant.

Nun geht es ab in die Sahara. Dort wird es verrmutlich kein Internet geben, deshalb nun ein paar Tage Sendepause.


Ceuta, mit Blick auf Gibraltar

Eine weitereres Stadttor in Fes, diesesmal für Autos

wenn man sich in Fes verfährt...

Auf dem hohen Atlas vergnügen sich drei Marokkaner mit dem Restschnee :)

 

 2. Januar - Mhamid, Erg Chegaga

 Inzwischen  bin ich in einer anderen Ecke der Sahara gelandet, in Mhamid. Dort heißt die örtliche Sandwüste Erg Chegaga. Von dort geht es nur noch ohne Strassen durch die Wüste, bis nach Algerien, Mali, Mauretanien. Alle Marokkaner bekommen die Panik, wenn ich sage, dasss ich mit meinem Auto zum Erg Chegaga will  :)
Apropoos Auto. Obwohl ich in den lezten beiden Tagen eigentlich gefühlt total relaxed in einem einsamen Berberzelt gelebt und gechillt  habe, war mein Auto seit dem letzten Blogeintrag schon zwei mal in der Werkstatt :)  Einmal in Erfourd und dann wider in Zagora. Beide Male total einfach dazugekommen, beide Male sehr schnell erledigt, und beide Male echt günstig.
Dann gab es noch ein Ticket wegen Geschwindigkeitsübertretung von 30 Euro  ;)
Ich war inzwischen auch bei den Bebern, ich hab mit sehr freundlichen Nomaden einen Tee getrunken und ich hab mir eine heftige Mineralienmiene angeschaut. Echt der Hammer alles. Bilder kommen später, weil ich zur Zeit nur über Handyhotspot von Ahmed meinem Host hier in Mhamid , im Internet bin.

Durch die Sahara, Variante Steinwüste

Berber bei den Kristallmienen. Das absolut ungesicherte Loch hat ein Durchmesser von 4 Meter und ist etwa 70 Meter tief. Unten pickeln vier Mann und der oben bedient den dieselbetriebenen Kran.

Von den Löchern gibt es nebenan noch mehr, und größer und einer davon ist mit einem reingefallenen LKW (so ein richtig großer LKW...)

Blick über die Mienenlandschaft

Dann Halt bei den Nomaden, das Ding hier ist ein Ziegenfell um darin das Wasser küh zul halten.

und dann bei der netten Nomadin, wir haben lecker Minz-Tee getrunken und Dattelmus gegessen.

Apropos Tee, das hier war an einer Tankstelle, dort gab es den größten Teewürfel den ich je gesehen habe. Halb so groß wie eine Zigarettenschachtel.

Und nu die große Sanddüne von Erg Chibbli, ich bin hochgelaufen...
und später dann auch nochmals  hochgefahren worden (wusste ich auch erst hinterher)

und noch ein Bild, keine Ahnung was das war ;)

Das zweite mal in der Werkstatt. Diesesmal das Problem mit dem Dieselfilter, der ständig Luft zog und ich immer entlüften musste. Durch minutenlanges Orgeln. Hat mit Ersatzzeil 25 Euro gekostet. Und mir wirde ein Werkstattsticker aufs Auto geklebt :)

Mein Frühstückstisch (ist nicht mehr so ganz drauf), bei Erg Chegagga, dem anderen Erg der Sahara. Im Dörfchen Mhamid. Dazwischen war die Fahrt über den Anti-Atlas

 

 3. Januar - Marrakesch

 Nach 5 Tagen ungeduscht im Atlas und der superruhigenSahara bin ich nun in Marrakesch angekommen.  Das im Dunkeln und zur superhektischen Hauptverkehrszeit. Einen gößereren mentaler Sprung ist so gar nicht mehr möglich. Meine Güte. was für eine Superhektik.
Heute früh war es bei meiner Abfahrt von der Sahara nur noch 1 Grad kalt, woah! und es gab keine Heizung und auch kein warmes Wasser...
Gestern sind Ahmed und ich, mit seinem 4x4 Jeep zum Erg Chigagga gefahren. Dort bin ich wieder die größen Dünen hoch und anschließend haben wir am Fuß der großen Dünen bei und mit einem alten Nomaden eine lecker Tajine gegessen. Das war auch sehr schön. Leider ist mir mein Fotoapparat bei dieser Aktion vestorben. Vermutlich Sandinfarkt im Objektivgetriebe. Deshalb gibt es davon keine Bilder mehr.

Rustikales Tee-Stövchen in meinem Schlaf und Wohnzimmer

Zum Abschied von Mhamid/Sahara, gab es eine echt leckere Dattelsuppe

und mit exakt Eins Grad ging es heute früh los, Richtung Marrakesch

Bei diesem freundlichem Herrn, der sichbar stolz war auf sein Werbeschild, habe ich noch eine große und 4 kleine Keramik-Schüsselchen gekauft (nach harten Preisverhandlungen)

 

 

 4. Januar - und weiter in Marrakesch

Eigentlich wollte ich in das ehemalige Haus von Yves Saint Loren. Das ist inzwischen ein schönes Museum mit einem wirklich außergewöhnlichen Garten. Ich also hingelatscht. Dort war aber dann eine riesen Warteschlange davor. Ne, also dann leider nicht.

Planänderung, gleich in die Medina von Marrakesch. Dort bin ich gelaufen bis mir die Füße gebrannt haben. Abends natürlich den Jamal el Fna, der Platz der Gehenkten. DER Platz in Marokko. Dort gibt es Schlangenbeschwörer (mit Kobras, die keine Giftzähne mehr haben und nur  noch benommen rumtaumeln),  massenhaft Trommler, Musiker, Geschichtenerzähler und und und...

Ein paar Jungs hatten ein dutzen Virtuell-Reality-Brillen dabei gehabt und  haben damit ihr Business auf dem Platz gemacht :)


Geizig wie ich bin, bin ich mit dem Bus gefahren (für 40Cent) weil der Taxifahrer 10 Euro wollte :)

Busfahren in Marrakesch ist echt der Knaller. Nix für Zartbeseitete. Ich hatte keine Ahnung welche Linie, wo einsteigen, wo aussteigen.  Und die Rückfahrt im Dunkeln, von der total überfüllten  Bushaltestelle (ich stand ne ganze Weile auf der falschen Seite ;) war auch echt beeindruckend. Der Bus war voll, richtig voll,afrikanisch voll. Und die Strassen waren auch voll, afrikanisch voll. Stop and go...


Werner in der Medina von Marrakesch

Der Busbahnhof in Marrakesch, beim Jamal el Fnaa. Unglaubhliche Scenen haben sich dort abgespielt :)

    

Bei den Jungs habe ich mir noch was leckeres gegönnt

lecker Hühnchen und Pommes und Reis und Brot, und vorher gab es no h eine Dattelsuppe mit Kichererbsen

 5. Januar - Meknes und alte Bilder

Es geht eindeutig Richtung Norden. Es ist eiskalt in den Bergen und auch in Meknes. Einer uralten marrokanischen Stadt mit einer ebenso uralten Medina. Die werde ich mir heute vornehmen.
Auf der Fahrt hierher habe ich alle naselang Anhalter mitgenommen, meistens waren es diesesmal ältere Männer und auch ein paar Frauen die offensichtlich auf den Markt wollten um dort was zu verkaufen.

 "Salaam Aleikum"

So sieht ein typischer Beifahrersitz in Marokko aus, eine Schachtel Datteln, eine Tüte Mandarinen, marrokanisches Geld in Dirham, Reisepass

Ein älterer Marrokaner hat mir, dafür dass ich ihn mitgenommen habe, drei handvoll mit seltsamen "Nüssen"?  gegeben. Salaam Aleikum. Aber keine Ahnung was das für Dinger sind.


Das kleine Mädchen wollte gar nicht mitfahren, sondern hat einfach die Autos angehalten um zu betteln. Die kleine Schwester und die Mutter kamen gleich hinterher.

Fahrt durch das Hochplateau des Atlas

und weiter im Atlas

sehr bekannte Dattelpalmenoase mitten in der Wüste

und hier mein Auto in der ersten Werkstadt, die haben mir das grauenhafte Quitschen beim Lenken weggemacht. Hält bis heute (im Gegensatz zum Dieselfilter-Fix)

Marokkanisches Haus in Erfourd

Mein Sylvesterdinner in der Sahara

Satte 6 Grad hatte es in der Sahara

Irgend ein Tier hat sämtliche Grashalme der Gegend umrundet...und nein, ich war es nicht.

und so sehe ich mit geschlossenen Augen in der Sahara aus.

 

 6. Januar - Meknes ist ganz große Klasse

 

Meknes ist super. Eigentlich ganz ähnlich wie Marrakesch, nur in gut.
Die Leute hier sind viel entspannter, freundlicher und nicht wie irre dem Geld hinterher. Die Medina ist schöner, irgendwie echter und nicht so aufgehübscht. Es gibt ungefähr 1000 Mal weniger Touristen. Und es gibt einen Platz, der alles hat, was der Jamal el Fnaa auch hat, ein bisschen kleiner, und viel, viel angenehmer.


Das ist er, der große Platz von Meknes. Noch ganz am morgen, und so nicht viel los. Alle bauen ihre Stände auf, auch in den Souks. Eine sehr angenehme Stimmung.


Und so sieht ein ordenticher, typisch marokkanischer Minztee aus

Und einer von zwei Schlangenbeschwörer in der Frühschicht. Das ist aber echt elend zuzuschauen.

In der Kinderabteilung,warum nicht mal eine Uniform...

Der große Platz liegt direkt über der Strasse zu diesem, sehr bekannte, sehr altem Stadtor von Meknes, Bab Mansour.

Es gab ein kleines Museum von Meknes, interessant fand ich diese Keramikschüssel, die offensichtlich mit einem Metallstreifen repaiert wurde.

eine bisschen abgelegene Gasse in der Medina von Meknes

und eine noch  kleine Gasse in der Medina, das rechts ist die Eingangstüre zu dem Riad, in dem ich wohne.Wunder, wunder schönes Riad, ach mit Dachterasse zum chillen, was ich auch ausgiebig gemacht habe.

und eine gut gefüllte Gasse im Souk, davon gibt es dort einige. Zum Sonnenuntergang werden alle Stände wieder abgebaut, der Boden gefegt, alles eingapackt und nach hause gegangen. Das hat auch eine schöne Stimmung.

Marokko ist echt Old-Mercedes-Paradies, unglaublich wieviele alte Mercedese hier noch rumfahren. Und alle sprechen mich an auf  mein Auto und sind ganz begeistert von Mercedes. Wenn die wüssten, das mein Kühler vor sich hin tropft und ich ständig Kühlwasser nachfüllen darf, das meine Bremesn quitschen wie nix Gutes, das zum Glück das Lenklager inzwischen nicht mehr so heftig quietscht, das mein Dieselfilter ständig Luft zieht und ich morgends dann immer eine bis zwei Minuten den Anlasser orgeln lassen darf  und das dann oft bis kurz Batterietod, das die Kofferaumklappe nicht mehr richtig schließt und sich in den lustigsten Momenten einfach mal aufgeht. Das der Blinkerkontakt hinten mal kontaktet und machmal eben nicht :)  Mir ist dann auch noch Milch im Fußraum ausgelaufen, so das jetzt alles nach sauerer Milch riecht. Sonst ist aber alles super in Ordnung :)

 

7. Januar - Tétouan 

und so geht es langsam aber sicher wieder Richtung Europa. Heute bin ich auf dem Planeten Tétouan gelandet, der ist schon wie Mos Eisley ganz nahe an Ceuta, der spanischen Exklave in Marokko, von der ich dann die Fähre zurücknehme. Mir graut es schon ein bisschen vor der Warteschlange vor dem Zoll. Falls ich da Pech habe, ist die Fähre nämlich weg, wenn ich dann  da endlich durch  komme.

Heute habe ich mich auch massiv mit Obst eingedeckt, an einer Plantage hier wurde an der Strasse Orangen verkauft. Ich hab gleich eine ganze Obst-Holz-Kiste genommen, für  umgerechnet ca. 7 Euro.
Wobei der Verkäufer die Kiste leider nicht mit rausgerückt hat, dafür hat er mir eine blaue Ikeatasche angeboten, hab ich natürlich auch genommen :)


Mein schönes Riad in Meknes

Dieser lustige alte Marokaner hat mich eine Weile begleitet, er hat mich auch bei der Preisgestaltung beim Orangenkauf beraten :)

Heute morgen, beim Losfahren bei Meknes, war es wieder eisekalt. Der Motor nicht angesprunge, Batterie tot georgelt, meine alte Ersatzbatterie auch tot georgelt. Dann kam der örtliche Parkplatzbeauftragte und hat seinen Kollegen, den Batterie-Referenten informiert, und die haben es dann geschafft. Jetzt habe ich meine Ersatzbatterie ins Hotelzimmer geschmuggelt und wird nun geladen :)

Abendessen gab es in einer der örtlichen Imbissbuden ums Eck, Pommes war das einzige was ich identifizieren konnte.

8. Januar - Salamanka, nach Grenzerfahrungen

Gestern bin ich bis nach Tetouan gekommen, bei der Einfahrt dorthin war ein sagenhafter Blick auf diese weiße Stadt am Berghang. Leider ist mein Bild nichts geworden, dass ich gemacht habe, deshalb nun ein geklautetes aus dem Internet. Die echte hellweiße Stadt ist aber viel, viele größer am Berghang.

Vorher wollte ich noch Chefchauen an chefschauen. Dort war aber die Superhektik. In diesem kleinen Bergstädtchen, mit den schmalen Strassen, keine Parkplätze (und die freien werden vom freischaffenden Partwärtern verkauft), dafür viele aufgerete Marokkaner die einem unbedingt was andrehen wollen (Kif! Kif, good smoke!), die Polizei die dann sofort aus 20m angaloppiert. Der Rest ist dann voller Spanier, die immer mehr mit sich selbst beschäftigt sind.

Ich hab dann einfach außerhalb von Chefchauen ein Nickerchen gemacht :)

Schlumpfhausen?, nein es ist Chefchauen. Bild ist auch aus dem Internet geklaut.



Ich bin extra superfrüh los, damit ich so 5 Stunden Zeit habe für den Grenzübertritt. Ein paar Kilometer vor Ceuta ging aber schon die doppelte Auto-Warteschlange los. Ich hab mich da schön hinten eingereiht. Doch irgendwie waren die drei spanischen Autos weg, die vorhin noch ständig vor mir herfuhren. Da sehe ich,die sind einfach auf der doppelspurigen Gegenspur an der Warteschlange voller Marrokaner vorbeigefahren. Ich also wieder 100m im Rückwertsgang zurück, bis ich eine Stelle zum Rübermachen gefunden habe. Und dann schön an der ganzen, riesen langen Warteschlange vorbei. Mittendrin stand noch ein Italiener, den hat es leider erwischt.
Dann ging die Kontrolliererei los, vor Ceuta, marokkanische Polizei, marrokanischer Zoll, dann das selbe auf spanisch. Dann das selbe nochmals vor der Fähre und dann nochmals nach der Fähre. Zwei Mal haben sie den Drogenhund rausgelassen, einmal hat einer so halb lustlos an den Hohlräumen von meinem Auto rumgeklöpft. Seltsamerweise wollten immer alle unter meine Matraze schauen, war an der russischen Grenze auch schon so auffällig.
Auf jeden Fall ging es doch relativ flott und nach nicht einmal einer Stunde war ich in Ceuta. das liegt zwar auf der afrikansichen Seite, ist aber irgendwie doch noch spanisch. Dort die gewonenen 4 Stunden Wartezeit mit Bude aufräumen und chillen beim Sonnenaufgang am Meer verbraucht und dann kurz vor der Fähre noch ins dortige Einkaufszentrum für Proviant und bisschen Duty-Free Zeug kaufen, da Ceuta so helgolandmäßig keine Mehrwertsteuer erhebt. Dort bin ich auf eine Ölquelle gestoßen und hab uns so 20l Bio Olivenöl gekauft. Da ich keine Ahnung hatte, welches gut ist, hab ich einfach von allen was gekauft. :)
Dann wurde die Zeit knapp, ich ein bisschen hektisch und unkonzentriert und hab mich ein bisschen verfahren. Beim Rückwertsfahren hör ich es noch ein hupen und ein DONG! ich bin voll meinem Hintermann drauf gefahren. Ich steig aus, er (ein Araber) steigt auch aus seinem Auto aus. Beide gucken auf seine Stoßstange, ich meine, "ist ok so?" er meint so: "Ach, ist ok so", ich bedanke mich, meine Hand gehts auf Herz, seine Hand gehts aufs Herz. Ich verneige mich und weiter gehts zur Fähre. Alles picko gelaufen und jetzt bin ich schon in Salamanka. Auf dem Weg dorthin hat es ist mir auf der Autobahn ein Geisterfahrer mit großer Geschwindigkeit auf dem Seitenstreifen entgegengekommen. Der hatte sicher übe 100km/h drauf. Ein paar Kilometer weiter war eine Polizeisperre, die gerade hektisch abgebaut wurde. Ein paar Stunden später roch plötzlich stark nach altem, hartem verbrannten Kunstoff. Dann war die gesamte Autobahn überstreut mit irgenedwelchem Plastikdinger. 10 Sekunden später sah ich den Lastwagen, bei dem der hinterste Reifengeplatz und nun funkensprühend auf der Felge auf der Strasse gerutscht ist. Meine Güte, hier in Spanien  geht es ab!

Wetter ist bisher ausschließlich dauerhaft wolkenlos und Sonne!  :)
Tetouan, Bild ist leider nicht von mir.


9. Januar - Orelans

Los um 8, angekommen um 22 Uhr. Fast 1200 km. Das Wetter ist europäisch geworden. Morgen stundenlang sehr dicht Nebel, dann schön und am Abend und in der Nacht hat es geregnet, öfters mal sehr stark geregnet. In Salamanka habe wegen kaum geschlafen, so dass ich öfters lange Pausen machen musste. Heute stehen nochmal weit über 1000km an. Ich bin am übelegen ob ich irgendwo dazwischen noch übernachten soll. Aber ich glaube nicht. Gesehen habe ich heute gar nichts. Außer die Strasse und andere Autos. Malochertag.

 

 10. Januar - zurück in Hamburg

 und wieder über 1100km durchgebolzt, bis nach Hamburg. Keine Vorkomnisse, außer das mir in Gladbeck sämtliche Rücklichter ausgefallen sínd. Also runter von  der Autobahn. Ich hatte dann echt Mühe im Stockdunkeln, die festkorridierten Lämpchen aus den Fassungen zu bekommen. Ging dann aber doch und nu ist die Reise vorbei :)

 



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