8. Januar - Salamanka, nach Grenzerfahrungen
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| Tetouan, Bild ist leider nicht von mir. |
Vorher wollte ich noch Chefchauen an chefschauen. Dort war aber die Superhektik. In diesem kleinen Bergstädtchen, mit den schmalen Strassen, keine Parkplätze (und die freien werden vom freischaffenden Partwärtern verkauft), dafür viele aufgerete Marokkaner die einem unbedingt was andrehen wollen (Kif! Kif, good smoke!), die Polizei die dann sofort aus 20m angaloppiert. Der Rest ist dann voller Spanier, die immer mehr mit sich selbst beschäftigt sind.
Ich hab dann einfach außerhalb von Chefchauen ein Nickerchen gemacht :)
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| Schlumpfhausen?, nein es ist Chefchauen. Bild ist auch aus dem Internet geklaut. |
Ich bin extra superfrüh los, damit ich so 5 Stunden Zeit habe für den Grenzübertritt. Ein paar Kilometer vor Ceuta ging aber schon die doppelte Auto-Warteschlange los. Ich hab mich da schön hinten eingereiht. Doch irgendwie waren die drei spanischen Autos weg, die vorhin noch ständig vor mir herfuhren. Da sehe ich,die sind einfach auf der doppelspurigen Gegenspur an der Warteschlange voller Marrokaner vorbeigefahren. Ich also wieder 100m im Rückwertsgang zurück, bis ich eine Stelle zum Rübermachen gefunden habe. Und dann schön an der ganzen, riesen langen Warteschlange vorbei. Mittendrin stand noch ein Italiener, den hat es leider erwischt.
Dann ging die Kontrolliererei los, vor Ceuta, marokkanische Polizei, marrokanischer Zoll, dann das selbe auf spanisch. Dann das selbe nochmals vor der Fähre und dann nochmals nach der Fähre. Zwei Mal haben sie den Drogenhund rausgelassen, einmal hat einer so halb lustlos an den Hohlräumen von meinem Auto rumgeklöpft. Seltsamerweise wollten immer alle unter meine Matraze schauen, war an der russischen Grenze auch schon so auffällig.
Auf jeden Fall ging es doch relativ flott und nach nicht einmal einer Stunde war ich in Ceuta. das liegt zwar auf der afrikansichen Seite, ist aber irgendwie doch noch spanisch. Dort die gewonenen 4 Stunden Wartezeit mit Bude aufräumen und chillen beim Sonnenaufgang am Meer verbraucht und dann kurz vor der Fähre noch ins dortige Einkaufszentrum für Proviant und bisschen Duty-Free Zeug kaufen, da Ceuta so helgolandmäßig keine Mehrwertsteuer erhebt. Dort bin ich auf eine Ölquelle gestoßen und hab uns so 20l Bio Olivenöl gekauft. Da ich keine Ahnung hatte, welches gut ist, hab ich einfach von allen was gekauft. :)
Dann wurde die Zeit knapp, ich ein bisschen hektisch und unkonzentriert und hab mich ein bisschen verfahren. Beim Rückwertsfahren hör ich es noch ein hupen und ein DONG! ich bin voll meinem Hintermann drauf gefahren. Ich steig aus, er (ein Araber) steigt auch aus seinem Auto aus. Beide gucken auf seine Stoßstange, ich meine, "ist ok so?" er meint so: "Ach, ist ok so", ich bedanke mich, meine Hand gehts auf Herz, seine Hand gehts aufs Herz. Ich verneige mich und weiter gehts zur Fähre. Alles picko gelaufen und jetzt bin ich schon in Salamanka. Auf dem Weg dorthin hat es ist mir auf der Autobahn ein Geisterfahrer mit großer Geschwindigkeit auf dem Seitenstreifen entgegengekommen. Der hatte sicher übe 100km/h drauf. Ein paar Kilometer weiter war eine Polizeisperre, die gerade hektisch abgebaut wurde. Ein paar Stunden später roch plötzlich stark nach altem, hartem verbrannten Kunstoff. Dann war die gesamte Autobahn überstreut mit irgenedwelchem Plastikdinger. 10 Sekunden später sah ich den Lastwagen, bei dem der hinterste Reifengeplatz und nun funkensprühend auf der Felge auf der Strasse gerutscht ist. Meine Güte, hier in Spanien geht es ab!
Wetter ist bisher ausschließlich dauerhaft wolkenlos und Sonne! :)


Gute Heimfahrt! LG,
AntwortenLöschenDaniel